Zentralanatolien - eine wahre Schatzgrube
Studienreise "Begegnung der Kulturen" Istanbul & Kappadokien
Stationen der Reise:
Istanbul, Bosporus, Ankara, Kappadokien, Ürgüp, Göreme, Nevsehir, Uchisar, Avanos, Derinkuyu, Zelve, Ortahisar, Uchisar,
Sultanhani, Konya.
Inklusive: Reisesicherungsschein, HP, Übernachtung, Reiseleitung, Eintrittsgelder, alle Transfers
und alle anfallenden Steuern, Flug mit Türkisch Airlines.
Infoabend: 1 Monat vor der Reise findet in der Begegnungsstätte ein Infoabend statt.
Reisetermin: 09.10.- 17.10.2009,
Hinflug: Düsseldorf-Istanbul, 7.45 Uhr
Rückflug Ankara-Düsseldorf, 11.50 Uhr
Mindestteilnehmerzahl: 12 Personen
Preis: 995€ pro Person. Einzelzimmerzuschlag 145€
Reiseanmeldung:Ali Topcuk, Ditib Gemeinde & Begegnungsstätte Duisburg-Marxloh e.V
Warbruckstr. 51, 47169 Duisburg
E Mail: ali_topcuk@yahoo.de
Tel: 0203-57 89 840, Handy: 0177-412 75 21
Unsere Studienreisen Leistungen
Für diese Istanbul & Kappadokien Reise können Sie sich für 2009
und für 2010 (Herbstferien) anmelden.
Für geschlossene Reisegruppen bieten wir diese besondere Rundreise
jederzeit an.
Bitte sprechen Sie uns an!
Studienreise Hintergrundinformationen:
Istanbul Kultur Hauptstadt verbindet die Kontinente Asien und Europa und die Bogazici Meeresenge (Bosporus) das
Schwarze mit dem Marmara Meer. Als einstige Hauptstadt des oströmisch-byzantinischen und des osmanischen
Weltreiches beherbergt Istanbul ein reiches historisches Erbe.
(Mehr zu: Alte Zivilationen)
Als wirtschaftlicher Mittelpunkt der türkischen Republik ist Istanbul jedoch mehr als nur eine
geschichtsträchtige Stadt mit einer nie abreißenden Kette von Fracht- und Passagierschiffen auf dem
Bosporus und einem endlosen Strom von Autos, die sich auf abenteuerliche Weise ihren Weg durch die
Straßen bahnen. Wenige Kilometer von dem hektischen Treiben entfernt sorgen weite Wälder für Ruhe
und Entspannung und lange Strände für Badefreuden.
Sie erleben während ihrer Türkei-Rundreise die Fülle von Museen, Kirchen, Palästen, Moscheen, Basaren und natürlichen Sehenswürdigkeiten
die unerschöpflich scheinen. In einer besinnlichen Minute beim Sonnenuntergang am Bosporus begreift
man, warum dieser Erdenfleck seit Jahrtausenden besiedelt und Istanbul eine der faszinierendsten
Städte der Welt ist. Ein Istanbul-Aufenthalt wäre unvollständig ohne eine Schiffsfahrt auf dem Bosporus. An den beiden
Ufern dieser Wasserstraße, die Europa und Asien voneinander trennt, herrscht ein harmonisches
Nebeneinander von Vergangenheit und Gegenwart, von Glanz und schlichter Schönheit.

Neben alten Sommervillen (Yali) aus Holz stehen moderne Hotels, neben mächtigen Festungen Marmorpaläste,
eleganten Wohnvierteln folgen kleine Fischerdörfer. (Mehr zu:
Das türkische Dorf) Den Bosporus genießt man am besten an Bord.
eines Schiffes der städtischen Schiffahrtstlinie. Es gibt auch Sonderfahrten, die etwa sechs
Stunden dauern und von zahlreichen Tourenveranstaltern angeboten werden. Ausgangspunkt ist die
Anlegestelle Eminönü.
Kappadokien:
(Mehr zu:
Zentralanatolien)
Kappadokien ist durch sein außergewöhnliches und großzügiges Bankett natürlicher Schönheiten
bekannt. Sie vereinigt die Provinzen von Aksaray, Nevsehir, Nigde, Kayseri, und Kirsehir.
Kappadokien ist bekannt durch Städte wie Uçhisar, Göreme, Avanos, Ürgüp, Derinkuyu, Kaymakli
und Ihlara, die im Laufe vor Millionen von Jahren fantastische Formen angenommen haben. Feenhaft
geformte Tüffsteine reichen viele Meter tief in die Erde hinein und bilden eine zauberhaft
Atmosphäre.
Die unterirdischen Städte Kappadokiens faszinieren ihre Besucher. (Mehr zu:
Höhlenwohnungen) Die schönsten Beispiele liegen in
Kaymakli, Derinkuyu. Das UNESCO-Weltkultur- und Naturerbe im Zentrum eines Gebietes
ehemals intensiver vulkanischer Tätigkeit, die das heutige Landschaftsbild entscheidend prägte.
Ursprünglich war Anatolien von großen Seenplatten und tropischen Sumpflandschaften bestimmt, in denen allerlei Urtiere pflanzen- und fleischfressender Art die Population bestimmten. Als sich das Taurusgebirge im Süden weiter erhob, wurden im Inneren Anatoliens große Mengen Lava langsam an die Erdoberfläche gedrückt, was schließlich zur Bildung der Vulkanlandschaft Kappadokien führte.
(Mehr zu:
Kappadokien-Natur) Außerdem liegen in Kappadokien prachtvolle Beispiele der seldschukischen und osmanischen Architektur: das
Egri-Minarett, die Alayhan und Sultanhani Karawansereien, der Sarihan Karawanserei, die Ürgüp
Taskinpasa Moschee, der Sungur Bey und Alaadin Moscheen sind nur einige unter vielen
Sehenswürdigkeiten. (Mehr zu:
Geschichte, Kappadokien-Kultur)
Ihr Reiseverlauf:
1. Tag:
Anreisetag: Flug nach Istanbul. In Istanbul Transfer zum Hotel. Zu Abend essen werden wir im Hotel.
Übernachtung in Istanbul. (Mehr zu:
Die türkische Großstadt)
2. Tag:
Wir beginnen den Tag nach dem Frühstück mit einer Besichtigung der
Kariye Kircheund danach folgt die Hagia Sophia und
die fast direkt gegenüber der Hagia Sophia liegende Sultan Ahmet Moschee oder die so genannte Blaue
Moschee.

Dann besichtigen wir den einzigen Wasserspeicher des damaligen Konstantinopels, den
Yerebatan-Sarayi. Nach dem Essen besuchen wir den Hippodrom, und anschließend das Kariye-Museum.
Nach einer kleinen Stadtrundfahrt über das goldene Horn und entlang der neuen Goldenenhorn-Brücke
geht es zurück zum Hotel, wo wir zu Abend essen.
3. Tag:
Nach dem Frühstück fahren wir bis zum Sultan-Ahmet-Platz, mit dem Zentrum des Osmanischen Reiches,
dem
Topkapi Palast. Im Topkapi Saray besichtigen wir die Schatzkammer mit den unzähligen Juwelen,
und den Harem, (Mehr zu:
Die türkische Frau, die Frau in der Gesellschaft) sowie das
Topkap Mosaik Museum. Anschließend geht es weiter zum
ägyptischen Basar, dem Misir Carsisi. Danach machen wir eine Bootsfahrt, mit einer Bosporus-Fähre
bis zum schwarzen Meer. Nach einer Stadtrundfahrt in Istanbul gibt es das Abendessen im Hotel.
Letzte Übernachtung in Istanbul.
4. Tag:
Fahrt über die Bosporus Brücke zur anatolischen Seite und Weiterfahrt mit Bus oder Bahn bis nach Ankara.
Wir erreichen Ankara am Mittag und nach einer Mittagspause in der alten Stadtfestung von Ankara
sind wir zu Gast bei einer türkischen Familie und essen in einem wunderschön restaurierten alten
osmanischen Fachwerkhaus indem sich das Familienrestaurant befindet.
Von dort hat man einen herrlichen Panoramablick auf die ganze Stadt. (Mehr zu den Vororten:
Gecekondu). Anschließend besichtigen wir das Anatolische
Zivilisationsmuseum, eines der umfassendsten Museen mit einzigartigen Funden aus ganz Anatolien,
das Museum hat auch einen anderen bekannten Namen: Hethitermuseum.
Tageskilometer: 380km.
5. Tag:
Nach dem Frühstück fahren wir nach
Kappadokien.
Unterwegs besuchen wir Avanos mit seinen weltweit bekannten Töpfereien. Anschließend geht die Fahrt weiter zum Hotel.
Abendessen und Übernachtung in Kappadokiens Kleinstadt
Ürgüp.
Am Abend erhalten Sie Informationen über unsere nächsten Tage in Kappadokien.
Tageskilometer: 210km.
6. Tag:
Nach dem Frühstück besichtigen wir das Freilichtmuseum
Göreme und die in diesem Museum zu findenden
zahlreichen Kirchen. (Mehr zu:
Christentum in Anatolien). Zum Teil gibt es dort sehr gut erhaltene Wand- und Deckenmalereien. Danach
sehen wir uns das Zelve-Tal und das Pasabaglari-Tal an. Nach dem Mittagessen, fahren wir in die
unterirdische Stadt Kaymakli
Kaymakli und besichtigen sie. Nach mehreren kurzen Aufenthalten auf einigen
der berühmtesten Panoramaplätze von Kappadokien geht es zurück zum Hotel. Abendessen und
anschliesend eines türkischen Bads (Hamam)
Hamam. Übernachtung in unserem Hotel in Ürgüp. Tageskilometer: 110km.
7. Tag:
Wir verabschieden uns heute von Kappadokien und fahren Richtung Konya. Unterwegs machen wir
mehrmals Pausen und nutzen eine dieser Pausen zur Besichtigung des Ortes Sultanhani und der
Sultanhani Kervansarayi. Nach der Besichtigung fahren wir weiter nach Konya. Nachdem wir unsere
Zimmer im Hotel bezogen haben, besuchen wir in Konya das weltberühmte Mevlana Kloster und das
archäologische Museum von Konya. Nach dem Abendessen im Hotel haben wir die Möglichkeit in
gemütlicher Runde mit einem Islamwissenschaftler von der Seldchuk Universität in Konya über den
Islam zu reden. Sie haben hier die Gelegenheit, alles was sie zum Islam beschäftigt oder
interessiert zu Fragen. Unterhalten Sie sich mit uns über Gott und die Welt und die Religionen.
(Mehr zu:
Islam, Religionsfreiheit)Eine Übernachtung in Konya.
Tageskilometer: 280km.
Konya:
Wahrzeichen der Stadt ist das Mevlana-Mausoleum, heute ein Museum, mit dem daneben liegenden
Sufi-Orden der Tanzenden Derwische. Alljährlich im Dezember wird eine Mevlana-Gedenkzeremonie
abgehalten. Zahlreiche Paläste und Karawansereien von Interesse befinden sich in der Nähe Konyas.
Die Wichtigsten sind der Kubad-Abad-Palast (erbaut 1226-1236), die Zazadin- (1236), die Horozlu-
und die Obruk-Karawanserei. In Catalhöyük, so vermutet man, gab es um 5500 v. Chr. erste
Ansiedlungen. Der erste Sakralbau in der Menschheitsgeschichte entstand ebenfalls in diesem
Ort. Archäologische Fundstücke aus dieser und weiteren Epochen können Sie dort, 60 km von Konya
entfernt, in freier Natur oder in dem Museum für Archäologie bewundern.
Mevlana:
Mevlana Dschelaleddin Rumi ist der bedeutendste und bekannteste islamische Mystiker und der
Begründer des Mevlevi Sufi Ordens.
Er wurde 1207 in der Gegend von Horasan in Belh (Afghanistan) geboren. Sein Vater gehörte zu den
wichtigsten Persönlichkeiten der Stadt und wurde "Sultan der Gelehrten" genannt. Er musste wegen
politischen Faellen und der naehernden mongolischen Besatzung die Stadt Belh verlassen. Die
Familie wanderte jahrelang durch verschiedene Staedte und endlich liess sie sich 1228 in Konya
(Zentralanatolien) nieder.
1228 wurde er Professor der Theologie. Der Sultan der Gelehrten
starb am 12. Januar 1231 in Konya. Er wurde im Derwischeskloster Mevlana, das heute als Museum
benutzt wird, begraben. Seine Schüer haben sich um Mevlana, den sie als Nachfolger gesehen
haben, versammelt. Mevlana, der inzwischen ein grosser Wissenschafts- und Religionsgelehrter
geworden war, predigte in der Iplikçi Medrese (Theologieschule). (Mehr zu:
Humanismus in Anatolien)
Mevlana begegnete 1244
Semsettin Tebrizi (Sems-i Tebrizi), der ihm einige Fragen stellte, um seine Philosophie naeher
kennenzulernen. Sie wurden in kurzer Zeit enge Freunde und hatten viele Tage, sogar Wochen
zusammen verbracht und nur über Philosophie diskutiert. Nach dem plötzlichen Tod von Sems
zog sich Mevlana lange Jahre ins Einsiedlerleben zurück. Seine Liebe und seine Trauer hat er
in seinem Werk Divani Samsi Tabrizi mit Musik, Tanz und Gedichten ausgedrückt.

Nach einiger Zeit versuchte Hüsamettin Çelebi den Platz von Sems-i Tebrizi zu fülen. Er half,
Mevlana seine Philosophie weiterzubearbeiten. Er ermutigte ihn, sein grösstes Werk,
Mesnevi, zu schreiben. Mesnevi ist eines der klassischen Lehrbücher der Sufis. Es ist ein grosses
Lehrgedicht, das der Mystiker und Dichter Mevlana nur einem Ziel geweiht hat: Das Licht der
Erkenntnis und die umfassende Gottesliebe dem Menschen naeher zu bringen. Mesnevi ist in persischer
Sprache verfasst und enthaelt 25.600 Doppelverse in 6 Baendern.
Mevlana starb am 17. Dezember 1273 und wurde in Konya seinem Wunsche entsprechend im Rosengarten
von Alaaddin Keykubat begraben. Mevlevi Derwische machen jedes Jahr an seinem Todestag Sema Shows.
Mevlana empfand den Todestag als Geburtstag, weil er an dem Tag seinen Gott wiederfinden würde.
Deswegen nannte er den Todestag als "Seb-i Arus" (Nacht der Vereinigung).
Seine Ansichten.

Mevlana war ein Mann der Liebe und Zuneigung. Sein Weg war nur der Gottesweg. Die folgenden
Zeilen
erklaeren seine göttliche Liebe am besten:
"Komm nur, ja komm nur, wer immer Du bist,
Sucher, Verehrer, Freund des Verlassens.
Es ist kein Problem, was es auch ist,
Mit Zweifeln müssen wir uns nicht befassen.
Hast du Eide gebrochen? Und das tausendmal?
Auch dann komme wieder, beginne noch mal."
Mevlevi Orden :
Als Mevlevi (drehende Derwische) bezeichnen sich jene, die dem mystischen Weg Mevlanas folgen. Der
durch ihn erschlossene lichtvolle und mit Gottesliebe erfülte Weg hat eine über siebenhundert Jahre
alte Tradition. Das Ziel der Mevlevis ist auf dem Weg zur göttlicher Liebe und Heiterkeit zu
verschmelzen. Da die göttliche Liebe über allen Konfessionen steht, kann dieser Weg ebenso im
westlich-christlichen Kulturraum wie im Orient beschritten werden.
Tanzende Derwische – Sema :
Sema, der wunderschöne und mystische Tanz der Derwische, wird traditionell in der Semahane
vorgetragen. Er symbolisiert verschiedene Ebenen der mystischen Vereinigung mit Gott und die
Erreichung absoluter Vollkommenheit durch geistige Inbrunst und kontrollierte Ekstase. Laut Mevlana
können die Derwische durch Sema die "Himmlische Macht" erreichen und berühren.
Sema Musik wird im allgemeinen von dem Chef-Trommler komponiert. Perkussionsinstrumente sind Kudüm
(kleine Trommel) und Zimbel. Die Melodie wird mit ney (eine Art Flöte) und Streichinstrumenten
gespielt. Die Stimme begleitet die Musik. Die Wörter,sogar die Silben der Gedichte sind mit den
musikalischen Saetzen verbunden. "Die Musik der Derwische kann nicht mit Musiknoten geschrieben
werden, das wiederspricht den Derwischseelen."
8. Tag:
Fahrt von Konya nach Ankara. Besichtigung der Kocatepe Moschee und Besuch beim Amt für
religiöse Angelegenheiten "Diyanet". Abendessen und Übernachtung in Ankara.
9. Tag:
Frühstück, anschließend Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Deutschland.